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Klimaschutz in der Gemeinde Alfter

Die Gemeinde Alfter startete im Jahr 2007 eine enge Zusammenarbeit mit den Kommunen Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg, die zur Gründung der Klimaregion Rhein-Voreifel führte. Die Klimaregion setzt sich gemeinsam für den Schutz des Klimas und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen ein. 2012 veröffentlichten die Gemeinden ein gemeinsames Klimaschutzkonzept, das die Grundlage für das gemeinsame Handeln legte. Seit 2015 wird der Klimaschutz und das gemeinsame Vorgehen von einem interkommunalen Klimaschutzmanager bzw. einer interkommunalen Klimaschutzmanagerin koordiniert und weiterentwickelt. Mit dem Fortschreiten des Klimawandels verstärkte die Gemeinde Alfter ihre Bemühungen, die Treibhausgas-Emissionen auf dem Gemeindegebiet zu reduzieren. Die Berücksichtigung von Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsaspekten fand zusehends in allen Fachbereichen der Verwaltung Einzug. Im Dezember 2022 beschloss der Rat der Gemeinde Alfter, in Einklang mit den Zielen des Bundesklimaschutzgesetzes, im Jahr 2045 die Klimaneutralität zu erreichen. Seit dem August 2024 werden die Klimaschutzbemühungen in der Gemeinde Alfter durch einen kommunalen Klimaschutzmanager koordiniert. Im Nachfolgenden werden weitere Informationen zu verschiedenen Klimaschutzthemen in der Gemeinde und in der Region vorgestellt. 

Klimaschutzmanagement

Das Ziel der Gemeinde ist klar. Sie strebt spätestens im Jahr 2045 Klimaneutralität an. Den Weg zu diesem Ziel zeigt das im Jahr 2025 beschlossene und veröffentlichte Klimaneutralitätskonzept auf. Das Konzept wurde über ein Jahr vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) der Hochschule Trier in Zusammenarbeit mit den fünf weiteren Kommunen der Klimaregion Rhein-Voreifel erarbeitet und auch von einer breiten Öffentlichkeitsbeteiligung begleitet. Das Klimaneutralitätskonzept setzt sich aus einer kommunalen Komponente und einer interkommunalen Komponente zusammen. Für die Gemeinde Alfter weist der kommunale Katalog 44 Maßnahmen aus 9 Handlungsfeldern auf. Kurzberichte und Maßnahmenkatalog zum Download finden Sie auf der Website der Klimaregion Rhein-Voreifel.

Eine aktuelle Treibhausgasbilanz (THG-Bilanz) bildet die Grundlage für den Klimaschutz und das Ziel der Klimaneutralität. Sie zeigt auf, wie hoch die auf dem Gemeindegebiet verursachten THG-Emissionen sind und gibt die jeweiligen Sektoren an, in denen die Emissionen verursacht werden. Die Bilanz bietet nicht nur eine Übersicht, welche Emissionen zum Erreichen der Klimaneutralität eingespart werden müssen, sie zeigt auch auf, wo diese Einsparungen zu erreichen sind. Die Gemeinde Alfter veröffentlichte ihre nach dem BISCO-Standard aufgestellte THG im Jahr 2022. Bezugsjahr ist das Jahr 2019. In der Gemeinde Alfter wurden demnach im Jahr 2019 THG-Emissionen in Höhe von ca. 110.800 t CO2-Äquivalenten emittiert. Die Emissionen wurden zu 56 % im Bereich private Haushalte verursacht. 24 % entfielen auf den Verkehr, weitere 19 % auf die Unternehmen in Alfter. Die Gemeindeverwaltung war für ca. 1 % der Treibhausgase in Alfter verantwortlich. Die THG-Bilanz soll regelmäßig fortgeschrieben werden.

Das Wärmeplanungsgesetz verpflichtet die Kommunen, bis spätestens Mitte 2028 eine Kommunale Wärmeplanung aufzustellen, um den Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung aufzuzeigen. Die Gemeinde Alfter hat sich bereits frühzeitig auf den Weg gemacht und hat die Erstellung des Konzeptes Ende 2024 begonnen. Begleitet wird die Gemeinde dabei durch die Wärmelokal GmbH, die für die Aufstellung des Planes zuständig ist. Alle Informationen zur Kommunalen Wärmeplanung finden Sie hier

Eng mit dem Thema Klimaschutz verknüpft ist das Themenfeld der Klimafolgenanpassung. In der Klimafolgenanpassung liegt der Fokus darauf, sich an die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels anzupassen. Informationen zur Klimafolgenanpassung in Alfter finden Sie hier.

Die sechs linksrheinischen Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises, Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg, arbeiten beim Thema Klimaschutz eng zusammen. Bereits seit 2007 besteht die gemeinsame Zusammenarbeit, 2010 wurde diese Zusammenarbeit mit dem „Regionalen Bündnis für Klimaschutz“ intensiviert. Auf verschiedenen Arbeitsebenen arbeiten die Städte und Gemeinden regelmäßig zusammen und entwickeln gemeinsame Projekte. So entstand 2012 das integrierte Klimaschutzkonzept der Klimaregion Rhein-Voreifel.
Seit dem Jahr 2015 wurde der Klimaschutz in der Klimaregion Rhein-Voreifel durch ein interkommunales Klimaschutzmanagement vorangebracht und koordiniert. Mit der Schaffung kommunaler Klimaschutzmanagement-Stellen innerhalb der letzten Jahre gestaltet sich nun eine intensive Zusammenarbeit gemeinsamer Klimaschutzaktivitäten in der Region. Die interkommunale Klimamanagerin steht dabei weiterhin für die Kommunen zur Unterstützung bereit und koordiniert die gemeinsame Zusammenarbeit in einer regelmäßig tagenden Arbeitsgruppe.
Weitere Informationen zum Klimaschutz in der Region Rhein-Voreifel finden Sie unter der Webseite der Klimaregion Rhein-Voreifel

Sanierung der Beleuchtungsanlage in der Mehrzweckhalle Volmershoven

Sanierung der Flutlichtanlage am Sportplatz Alfter

KSI: Sanierung der Lüftungsanlage in Aula und Lehrküche im Schulgebäude Oedekoven

Im Rahmen einer Sanierung wurde die alte raumlufttechnische Anlage durch eine raumlufttechnische Anlage mit Wärmerückgewinnung, entsprechend des aktuellen Standes der Technik, ersetzt. Diese Maßnahme führt nachweislich zu einer CO2-Einsparung von 1.124 t über die gesamte Lebensdauer. Die Maßnahme wurde durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

KSI: Sanierung der Lüftungsanlage im naturwissenschaftlichen Bereich des Schulgebäudes Oedekoven

Im Rahmen einer Sanierung wurde die alte raumlufttechnische Anlage durch eine raumlufttechnische Anlage mit Wärmerückgewinnung, entsprechend dem aktuellen Stand der Technik, ersetzt. Diese Maßnahme führt nachweislich zu einer CO2-Einsparung von 417 t  über die gesamte Lebensdauer. Die Maßnahme wurde durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Sanierung der Flutlichtanlage Sportplatz Volmershoven

Gegenüber der alten Flutlichtbeleuchtung spart das LED-Flutlicht mit neuer Steuerungstechnik rund 85 Prozent der zuvor verbrauchten Energie ein. Der Umbau auf die neuen LED-Flutlichtstrahler wird von der „Klimaschutzinitiative - Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld“ des Projektträgers Jülich sowie mit Mitteln des Förderprogramms der Westenergie „Kommunale Energie Konzept (KEK)“ gefördert.

Sanierung der Flutlichtanlage Sportplatz Witterschlick

Gegenüber der alten Flutlichtbeleuchtung spart das LED-Flutlicht mit neuer Steuerungstechnik rund 75 Prozent der zuvor verbrauchten Energie ein. Die moderne LED-Technik sorgt darüber hinaus für eine optimale Ausleuchtung des Spielfeldes. Der Umbau auf die neuen LED-Flutlichtstrahler wird von der „Klimaschutzinitiative - Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld“ des Projektträgers Jülich gefördert.

Beteiligte Partner

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Forschungszentrum Jülich – Projektträger Jülich (PTJ)

 

Ansprechpartner

Patrick Deppe

3.1 Fachgebiet Regionale Entwicklung, Freiraum- & Gewässerplanung

Telefon: 0228 6484-198
patrick.deppealfterde

Raum: 212

Interkommunales Klimamanagement

Alexandra Bohlen
Interkommunale Klimamanagerin
Klimaregion Rhein-Voreifel

Telefon: 02222 945-365
alexandra.bohlenstadt-bornheimde