Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für den Ortskern Alfter
Das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für den Ortskern Alfter bildet mit konkreten Entwicklungszielen den Rahmen für einen umfangreichen Katalog an Projekten und Maßnahmen in den Handlungsfeldern Wohnen und Gewerbe, Grün- und Freiraum, Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit und Mobilität. Die Maßnahmen sollen im Zeitraum von 2021 bis voraussichtlich 2030 realisiert werden. Ein derartiges Konzept ist seit 2008 zwingend Voraussetzung für Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, um Fördermittel über die Städtebauförderung zu beantragen.
Um das Projekt erfolgreich zu gestalten, ist die Gemeindeverwaltung auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen, daher finden im Zuge der Umsetzung des ISEKs Informations- und Beteiligungsveranstaltungen statt. Die Gemeinde Alfter hat bereits die Städtebau-Förderzusage 2021 des Landes NRW für den Grundförderantrag nach der alten Förderrichtlinie Stadterneuerung 2008 NRW zur zukunftsfähigen Umgestaltung des Ortskerns in Alfter erhalten. Damit wurde der entscheidende Schritt geschafft, um mit der Umsetzung zu starten. Im ersten Programmjahr wurde der Neubau der Kultur- und Sporthalle als Quartierstreffpunkt mit 5,6 Millionen Euro gefördert.
Dem Grundförderantrag aus dem Jahre 2021 folgten Fortsetzungsanträge in den Jahren 2022 und 2023. Zum 1. Januar 2024 trat die Städtebauförderrichtlinie Nordrhein-Westfalen 2023 in Kraft.
Zur Fortsetzung des ISEKs hat die Gemeinde Alfter einen entsprechenden Förderantrag nach der neuen Städtebauförderrichtlinie-Nordrhein-Westfalen 2023 gestellt. Im Herbst 2025 wurde der Fortsetzungsantrag für das Jahr 2026 gestellt; u.a. für die Herstellung eines Spielplatzes.
Noch offene geförderte Teilprojekte des ISEKs:
- Rückbau Turnhalle an der Anna Schule (Ersetzt durch KSH)
- Wiederherstellung Spielplatz an der Grundschule
- Kreisverkehrsanlage (ehem. Buswendeanlage) zzgl. barrierefreien Bushaltestellen
- Dorf- und Festplatz (Grüne Mitte Herrenwingert)
- Lindenhain (in Verbindung mit Projekt Dorf- und Festplatz)
Nicht förderfähiges Projekt:
- Vollsortimenter (Eingeleitete Maßnahme: B-Plan Aufstellung)
Präsentation der Bürgerinformationsveranstaltung zum ISEK (Abriss der Turnhalle und Neuerrichtung eines Spielplatzes) am Mo., 02.03.2026
Fragen und Antworten zum Abriss der Turnhalle und Neuerrichtung eines Spielplatzes
Abriss der Turnhalle
Die Maßnahme wird voraussichtlich am Mo., 13.04.2026 beginnen und rund fünf Monate andauern. Die fünf Monate umfassen verschiedene Phasen: Zunächst wird die Baustelle eingerichtet und dann die Turnhalle fachgerecht zurückgebaut. Parallel erfolgt der Abtransport des Schutts.
Baujahrestypisch finden sich in vereinzelten Bauteilen gebundene Schadstoffe. Diese werden fach- und sachgerecht rückgebaut und entsorgt. Es wird eine Fachbauleitung Schadstoffe geben.
Grundsätzlich sind die verbauten Schadstoffe mengentechnisch zu vernachlässigen.
Auf dem Dach der Umkleide wurde aber eine bislang nicht detektierte untere Dachbahn angetroffen, welche im Vorfeld des Rückbaus seitens GBU kurzfristig auf Schadstoffe nachuntersucht worden ist. Die Befundlage ergab, dass die untere Dachbahn, im Gegensatz zu den anderen Dachabdichtungen der Turnhalle und der Umkleide, asbesthaltig ist. Sodann wurde die untere Dachbahn gem. des BT 63-Verfahrens (emissionsarmes Verfahren nach DGUV Information 201-012) saniert. Dies erklärt die persönliche Schutzausrüstung der Facharbeiter sowie die Big-Bags auf dem Dach.
Das Dach ist der Anfallort des Abfalls. Die Big-Bags werden kurzfristig mittels Bagger vom Gebäude geladen und abtransportiert.
Die Hebeschlaufen der Big-Bags werden an einer Kette, welche an einer Baggerschaufel befestigt ist, vom Dach gehoben. Die Big-Bags sind staubdicht und reißfest, sodass kein Austritt von Dachbahnrückständen erfolgt.
Sobald der Entsorgungsweg für die Dachbahn feststeht, werden die Abfälle abtransportiert. Von der verpackten Dachbahn geht, im derzeitigen Zustand, keine Gefahr aus. Selbst bei Pilotsanierungsarbeiten zur Entfernung asbesthaltiger Dachbahnen bei vorangegangenen Projekten (mit messtechnischer Begleitung gem. Anl. 6.1 derTRGS 519) wurden im unmittelbaren Arbeitsumfeld (< 2 m), keine Asbestfasern festgestellt.
Wie bereits dargelegt, handelt es sich hier um ein Bauprodukt, welches erst im Zuge der Entkernung detektiert wurde. Unabhängig davon, ist die Einbeziehung des emissionsarmen Verfahrens eine sichere Vorgehensweise zur Entfernung asbesthaltiger Dachbahn, sodass hierbei keinerlei Gesundheitsbeeinträchtigungen Dritter zu befürchten sind.
Beim Abriss eines Gebäudes ist die Entstehung von Staub und Lärm grundsätzlich nicht zu vermeiden. Es werden jedoch alle nötigen Maßnahmen getroffen, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, z. B. Staubbindung durch Benetzung.
Ja. Der aktive Baumschutz ist Teil der Maßnahme. Zu erhaltene Bäume werden geschützt. Abgängige Bäume werden durch Ersatzpflanzungen ersetzt.
Während der gesamten Maßnahme werden die Lehrerstellplätze temporär vor die Kultur- und Sporthalle verlagert. Bei den Stellplätzen auf dem Herrenwingert wird es zu kleineren Einschränkungen im Bereich des Bauzauns während der Maßnahme kommen.
Nein. Der Bus fährt den üblichen Linienweg. Die Ersatzhaltestelle „Alfter, Herrenwingert“ (Linie 843) wird an die frühere Position (Kurvenbereich neben dem Ärztehaus) verlegt. Der Bauzaun wird verschoben und die übergangsweise Buswendeschleife auf dem „Herrenwingert“ genutzt. Der Bus wendet über Parkflächen, die mittels Haltverboten gesperrt werden. Im Baustellenbereich wird der Gehweg für Fußgänger gesperrt und eine Umleitung für Fußgänger eingerichtet. Die mobile Filiale der Kreisparkasse Köln wird in den Bereich der ursprünglichen Wartezone der Busse (Höhe Schotterparkplatz) verlegt.
Bau des Spielplatzes
Nach der Fertigstellung des Abrisses der alten Turnhalle startet voraussichtlich im August 2026 der Bau des Spielplatzes. Die Arbeiten werden bis zu 16 Wochen andauern. Nach der Aufstellung der Spielgeräte müssen die Fundamente vollständig aushärten, der vorgeschriebene Fallschutz fertiggestellt und danach eine Freigabe durch eine Sachverständigen erfolgen. Die Baustelle wird während der gesamten Bauzeit mit einem Bauzaun gesichert und darf nicht betreten werden.
Bei den Planungen des Spielplatzes durch ein Fachbüro wurden die Schülerinnen und Schüler der Anna-Schule und Lehrpersonal im Frühjahr 2025 beteiligt. Der Spielplatz ist im Sinne des Klimaschutzes und der Klimaanpassung in einem grünen Rahmen eingebettet und die Begrünung trägt zur Verschattung und Entsiegelung bei. Die Gestaltung bietet Platz zur Erholung, Bewegung und Spiel für eine jüngere Altersgruppe. (Jugendliche finden Bewegungsangebote auf dem Dach der Kultur- und Sporthalle). Es wird Wert auf langlebige, wartungsarme und umweltfreundliche Materialen gelegt. Auf dem Gelände werden Bänke, Sitzhocker und Abfallbehälter aufgestellt. Der Zugang und auch einige Angebote sind barrierefrei.
Ja, der Spielplatz kann öffentlich genutzt werden. Der Zugang vom Herrenwingert erfolgt über eine Umlaufsperre.
Weitere Informationen zur Städtebauförderung gibt es auf der Website des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW



