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Optimiertes Radroutennetz für die Gemeinde Alfter fertiggestellt – Fördermittel beantragt

Meldung vom

Die Umsetzung der Mobilitätswende hat in der Gemeinde Alfter, trotz knapper Kassen, einen hohen Stellenwert. Insbesondere die Stärkung des Radverkehrs über die Schaffung neuer Angebote für Radfahrende. Dazu zählt auch das im Juni 2023 von der Politik einstimmig beschlossene, optimierte Radroutennetz für die Gemeinde Alfter. Die vorhandene Beschilderung der Alltagsrouten und Alltagsziele ist veraltet und führt teilweise auf stark befahrene Straßen. Die Beschilderung des neuen Radroutennetzes wurde entsprechend aktualisiert und teilweise neu geplant. Auch die neue RadPendlerRoute wurde im Radroutennetz berücksichtigt. Nach erfolgter Abstimmung mit allen benachbarten Kommunen wie Bornheim und Bonn, den Straßenbaulastträgern wie Straßen.NRW, Grundstücksbesitzern, dem Radwegemanagement des Rhein-Sieg-Kreises und anderen Beteiligten wurde die neue Beschilderung dem Straßenverkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises zur verkehrsrechtlichen Änderungsanordnung übergeben. Im März 2025 gab es dafür „grünes Licht“. Damit liegen seit Anfang des Jahres alle Voraussetzungen für die Umsetzung und damit das Aufstellen und Anbringen der neuen Beschilderung für ein optimiertes Radfahren vor. Parallel wurde durch das Fördermittelmanagement der Gemeinde Alfter ein Förderantrag beim Land NRW (Förderrichtlinie Nahmobilität/FöRi-Nah) gestellt. Bei positivem Bescheid steht eine bis zu 80-prozentige Förderung für die Umsetzung in 2026 in Aussicht. Im Juni 2025 beschloss der Haupt- und Finanzausschuss darüber hinaus, dass die Entscheidung zur letztendlichen Umsetzung neu gefasst wird, wenn es keine Fördermittel geben sollte. 

Warum ist die neue Beschilderung so wichtig?

Es ist wichtig, konkrete Anreize zu schaffen, damit Menschen vom PKW auf das Rad umsteigen. Die neue Beschilderung führt den Radverkehr zukünftig, möglichst auf bereits vorhandenen Wegen, abseits des KFZ-Verkehrs. Die Grenzwerte für das gemeinsame Befahren von KFZ und Radfahrenden im Mischverkehr sind beispielweise auf dem Ahrweg überschritten. Eine alternative Streckenführung hilft hier und an vielen anderen Stellen im Gemeindegebiet, die Verkehrssicherheit für Radfahrende zukünftig zu erhöhen. Darüber hinaus werden gute zusammenhängende Radwege vor allem innerorts, aber auch in die Nachbarkommunen (z. B. zu Bahnhöfen oder Ortszentren) bekannter gemacht. Die klare Wegweisung leitet den Radverkehr, kann Fahrzeiten im Alltags- und Freizeitverkehr verkürzen und erhöht die Sicherheit und das Miteinander im Straßenverkehr.

Baumaßnahmen für neue Radwege kosten viel Geld und häufig sind dafür Grundstücksankäufe notwendig. Diese Kosten fallen bei der optimierten Routenführung nicht an. Oft sind die vorhandenen, innerörtlichen Straßen zu eng für die Anlage von Schutzstreifen (Markierungen) für Radfahrende. Bei der Planung der neuen Routenführung und Beschilderung wurde darauf geachtet, dass vorhandene Wege und Masten oder Straßenlaternen für das Anbringen der zukünftigen Beschilderung genutzt werden. Es wurden Fördermittel beim Land NRW beantragt. Die Kosten von rund 51.000 Euro reduzieren sich entsprechend der Förderquote um bis zu 80 Prozent. Sollte es nicht zur Förderung kommen, entscheidet die Politik neu über die Umsetzung.

Weitere Information zum Mobilitätskonzept der Gemeinde Alfter

Die Optimierung des Radroutennetzes in der Gemeinde Alfter ist Teil des Mobilitätskonzeptes der Gemeinde Alfter (Handlungsfeld 2, B5 Radwegebeschilderung verbessern). Die Gemeinde Alfter war eine von zwei Modellkommunen im Projekt Kommunales Mobilitätsmanagement des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg und des Landes Nordrhein-Westfalen zur Implementierung eines kommunalen Mobilitätsmanagements. Sie nahm mit der Verabschiedung des Mobilitätskonzeptes 2018 eine Vorreiterrolle in NRW ein. Wer sich über die seitdem zahlreichen umgesetzten Maßnahmen informieren möchte, kann das auf der Website der Gemeinde Alfter unter www.alfter.de/bauen-wohnen/mobilitaet/digitaler-mobilitaetsbericht tun.