Die Gemeinde Alfter arbeitet mit verschiedenen Maßnahmen an dem Ziel, die Starkregen- und Überflutungsgefährdung zu verringern. Das Ingenieurbüro Hydrotec wurde beauftragt, für das gesamte Gemeindegebiet Starkregengefahrenkarten zu erstellen, Risikoanalysen durchzuführen und ein Handlungskonzept zum Starkregenrisikomanagement zu entwickeln. Darin sollen aufeinander abgestimmte Maßnahmen aufgezeigt werden, die den Überflutungsschutz im Starkregenfall effektiv verbessern. Alfterer Bürgerinnen und Bürger wurden bei der Erstellung der Starkregengefahrenkarte beteiligt. Anfang des Jahres ergänzten sie im online eingerichteten Starkregen WebViewer (animierte Starkregengefahrenkarte) zusätzliche Informationen und eigene Erfahrungen aus Unwetterereignissen. Beispiele waren Durchlässe/Verrohrungen, die noch zu berücksichtigen sind oder bauliche Veränderungen, die noch nicht dargestellt waren.
Die Ergebnisse aus dieser Beteiligung, die angepasste Starkregengefahrenkarte, die Überprüfung der Regenrückhaltebecken und erste Ergebnisse der Risikoanalyse stellt das Ingenieurbüro Hydrotec am Do., 05.09.2024 um 18 Uhr im öffentlichen Teil der gemeinsamen Sitzung des Umweltausschusses und den Gemeindeentwicklungsausschuss im Alfterer Rathaus vor.
Zusätzlich wurde gemeinsam mit der Bundesstadt Bonn ein Hochwasserschutzteilkonzept Hardtbach beauftragt, welches ebenfalls in einer öffentlichen Sitzung noch in 2024 vom beauftragten Ingenieurbüro vorgestellt werden soll.
Der Bauhof der Gemeinde Alfter arbeitet nach einem Kontrollprotokoll, in dem sämtliche Roste und Durchlässe der Bäche im Gemeindegebiet aufgeführt sind. Diese werden regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gereinigt. Dies gilt vor allem bei Warnmeldungen zu Hochwasser- oder Starkregen. Dann wird unmittelbar kontrolliert, geräumt und so der freie Durchfluss sichergestellt. Naturgemäß sammelt sich Schwemmgut aber immer wieder an und wird dann jeweils beim nächsten Kontrolldurchgang entfernt. Aktuell wurde der räumliche Rechen, der das gesamte Einlaufbauwerk überdeckt, für den Markeskaulenbach/Einlauf Ahrweg eingebaut. Am kommenden Dienstag (16.07.2024) wird mit Hilfe eines Saugbaggers das Geröll unter dem Rechen sowie im Bachkanal entfernt. Danach kann die e-regio mit der Spülung der Bachverrohrung beginnen.
Es wird in diesem Zusammenhang nochmals darauf hingewiesen, dass Anwohnerinnen und Anwohner Grünschnitte im Böschungsbereich nicht ablagern und bauliche, wie sonstige Anlagen am Gewässer in der Regel nicht errichten dürfen. Durch dieses Verhalten werden neue Gefahrenquellen für verstopfte Durchlässe oder Verengung der Gewässerquerschnitte geschaffen. Vom technischen Hochwasserschutz, über das Freihalten von Flächen, das richtige Verhalten im Ereignisfall und die Eigenvorsorge – das sind nur einige Beispiele für die vielen Maßnahmen und Möglichkeiten die Starkregen- und Überflutungsgefährdung zu verringern. Eines ist dabei essenziell: Nur gemeinsam gelingt es, die Risiken durch Hochwasser und Starkregen zu verringern.

